
Die richtige Anwendung von UV-Licht zur Trocknung in Ihrer Textilwerkstatt
Wenn man von einem rohen Stoffbündel zu einem fertigen Kleidungsstück übergeht, sind UV-Lampen das A und O. Wir verwenden sie nicht zur Beleuchtung – sondern um eine chemische Reaktion auszulösen. Hochenergetische Photonen treffen auf die Tinten, Beschichtungen oder Klebstoffe – und plötzlich verbinden sich alle Bestandteile miteinander. Schnell.
Der Schlüssel liegt in der Wellenlänge
Wir verwenden in der Regel Quecksilberlampen mittlerem Drucks oder UV-LED-Anlagen. Doch es ist wichtig, genau auf den Absorptionspeak des Photoinitiators in der Tinte zu achten. Wenn man auch nur wenige Nanometer danebenliegt, sieht es schlecht aus: Die Tinte bleibt klebrig, und der Stoff klebt aneinander. Das ist ein Albtraum. Deshalb sorgen wir dafür, dass das Licht über die gesamte Breite des Stoffes gleichmäßig verteilt wird – keine Streifen, keine ungleichmäßigen Stellen. Schließlich möchte niemand eine Charge von 10.000 Stücken wegen eines defekten Lichtpunkts vernichten.
Umgang mit der Hitze
Das Einbauen dieser Lampen in vorhandene Druck- oder Beschichtungsmaschinen ist immer etwas schwierig. Wir verwenden Quarzglasgehäuse, damit das UV-Licht durchdringen kann, während die Hitze kontrolliert wird. Dennoch muss man auf die Temperatur achten. Hochleistungs-Lampen erzeugen viel Infrarotstrahlung. Wenn die Kühlfans oder Wasser Jacketts nicht ausreichen, können die synthetischen Fasern beschädigt werden, bevor die Tinte überhaupt trocknen kann. Das sieht nicht gut aus.
Was diese Lampen eigentlich leisten
In einer typischen Textilwerkstatt übernehmen diese Lampen drei wichtige Aufgaben:
Digitales Drucken: Dadurch entstehen klare, scharfe Bilder – schließlich trocknet die Tinte sofort, sobald sie den Stoff berührt.
Funktionelle Beschichtungen: Dabei handelt es sich um wasserabweisende oder feuerhemmende Beschichtungen. Das UV-Licht sorgt dafür, dass diese Schichten richtig am Stoff haften bleiben.
Kleben: Diese Lampen werden verwendet, um Klebstoffe zu trocknen – beispielsweise bei der Herstellung von Laminaten oder zum Verstärken von Nähten.
Und weil wir wissen, wie frustrierend Stillstand ist, haben wir diese Lampen als Ersatzkomponenten konzipiert. Wenn eine Lampe ausgeht, kann man sie einfach während des Schichtwechsels austauschen. Es ist nicht nötig, Stunden damit zu verbringen, die gesamte Anlage neu zu verlegen. Man muss die Lampe einfach einsetzen und weiterarbeiten.