
Die richtige Anwendung der UV-Bestrahlung für bedruckte Stoffe
Beim Aufbau von UV-Bestrahlungssystemen geht es nicht nur darum, Keime abzutöten – das ist schließlich die einfachste Aufgabe. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, dies zu tun, ohne dass die Qualität des Stoffes beeinträchtigt wird. Niemand möchte schließlich, dass seine Farben verblassen oder die Fasern beschädigt werden, nur weil man ein steriles Produkt haben will. Es handelt sich dabei um ein feines Gleichgewicht zwischen ausreichender UV-C-Energie und kontrollierter Wärmeentwicklung.
Der ideale Wert für die Energieintensität
Wir verwenden Desinfektionslampen mit einer Wellenlänge von 253,7 Nanometern. Warum? Weil genau dort die effektivste Abtötung von Mikroben stattfindet. Wir sorgen dafür, dass der Photonenfluss genau dort auf den Stoff trifft, wo er benötigt wird.
Falls Sie Hochgeschwindigkeitswebstühle oder Pressen nutzen, verwenden wir eine Kombination aus Lampen. Dadurch bleibt die Energieintensität über die gesamte Stofffläche gleichmäßig.
Das Problem der Textilfabriken
Ehrlich gesagt: In Textilfabriken ist es sehr staubig. Flusen landen überall. Deshalb verwenden wir Quarzschutzgehäuse. Ohne diese würden die Flusen die Lampen bedecken, die UV-Strahlen blockieren und so gefährliche Hotspots erzeugen. Das führt zum Versagen der Geräte.
Außerdem wissen wir, dass man es sich nicht leisten kann, die ganze Produktionslinie stillzulegen, nur um eine Lampe auszutauschen. Deshalb haben wir ein modulares System entwickelt. So können die Lampen schnell ausgetauscht werden, ohne dass die gesamte Produktionslinie abgebaut werden muss. Zudem lassen sich die Geräte direkt in die üblichen PLC-Controller anschließen – dadurch passt sich die Energieintensität automatisch an die Geschwindigkeit der Produktionslinie an.
Dinge, die man Ihnen nicht immer mitteilt
Wir haben auf elektronische Vorschaltgeräte umgestellt – die alten magnetischen Vorschaltgeräte sind nämlich verschwenderisch. Dadurch gibt es weniger Flackern, und die Stromkosten sinken um ca. 15–20 %.
Aber es gibt etwas, worauf man achten muss: Ozon. Hohe UV-Intensitäten erzeugen Ozon. Wenn es keine geeignete Belüftung gibt, werden die Arbeiter im Betrieb unter Atembeschwerden leiden. Das ist kein angenehmes Erlebnis.
Ein weiterer Tipp: Sorgen Sie für eine gute Luftzirkulation. Eine gute Belüftung hält die Lampen kühl – dadurch vernebelt sich der Quarz nicht mit der Zeit. So bleibt alles klar und funktioniert wie gewünscht.